Archiv der Kategorie 'Lünen'

Gedenken zum 9.November

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Heute ist es auf den Tag 74. Jahre her, als in Deutschland, vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewalt- und Hetzmaßnahmen gegen Juden und jüdinnen stattfanden. Im Laufe der Novemberprogrome vom 7. bis zum 13. November wurden
etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben.Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. (mehr…)

Rechte Gewalt in Lünen – eine Chronik

Diese Chronik wurde erstellt um die Kontinuität rechter Gewalt in Lünen zu thematisieren und zu verdeutlichen. Rechte Gewalt ist in Lünen nichts neues und dies gilt aufzuzeigen und zu bekämpfen. Wir können keine Vollständigkeit der Chronik garantieren, da es sich bei den folgenden Vorfällen nur um uns bekannte Vorfälle handelt.

Rechte Gewalt in Lünen

Chronik bekannter rechter Gewalttaten in Lünen seit 2010:

27.03.2010: Ein alternativer Jugendlicher wird brutal und hinterrücks von lokalen Neonazis der F.N.A.L. überfallen und zusammen getreten.
07.04.2010: Das Judendenkmal in der City wird von der F.N.A.L. mit roten Hakenkreuzen beschmiert.
23.08.2011: Neonazis hetzen vermeintliche Antifaschist_innen mit dem Auto durch Horstmar. Diese rannten, laut Aussage um ihr Leben.
28.08.2011: Eine lokale Antifagruppe erhält eine Morddrohung vom„NWLK“.
28.01.2012: Neonazis des „NWLK“ beschmieren die Haustür einer türkischen Familie mit fremdenfeindlichen Symbolen und Parolen und stecken Schweinefleisch in die Schuhe der muslimischen Familie.
23.02.2012: Neonazis des „NWLK“ denunzieren auf ihrer Homepage die Opfer der „NSU“ und bezeichnen die Morde als „ethnische Säuberung zum Erhalt der deutschen Rasse“
26.02.2012: Handgreifliche Auseinandersetzung in einem Treppenhaus zwischen einem Neonazi und einem Mann türkischer Herkunft. Der Neonazi droht der Familie mit Schlägen und kommt später mit mehreren Neonazis zurück um vor der Haustür der Familie herum zu randalieren.
16.08.2012: Messerangriff auf einen Migranten durch einen Neonazi. Das Opfer kommt mit leichten Schnittverletzungen davon.

Messerangriff auf Migranten

In der Nacht zum 16. August kam es in Lünen erneut zu einem rassistisch motivierten Angriff auf einen Migranten, ausgeführt von einem Neonazi mit einem Messer.

Gegen Mitternacht war das Opfer mit einer Freundin von einer Party auf dem Weg nach Hause, als es zu einem Angriff durch einen Neonazi kam. Im Seepark am Horstmarer See gingen die beiden auf eine kleine Gruppe Jugendlicher zu, bestehend aus 4 Männern und 2 Frauen, welche zunächst unscheinbar aussah. Die Freundin des Opfers fragte die Gruppe nach Feuer, als die Situation ihre Wendung nahm. Plötzlich stellte sich einer der Jugendlichen zwischen die beiden und fing an, den jungen Mann zu provozieren. Erstmal unbeeindruckt bat das Opfer, seine Begleitung nun weiter zu gehen, doch die Gruppe der Jugendlichen wollte die Frau nicht gehen lassen und verlangte von dem Opfer es solle doch alleine gehen. Dieser Aufforderung nicht nach kommend, ging plötzlich einer der Männer auf das Opfer los und hielt ihm ein Messer an den Hals. Die Begleitung redete in Panik so lange auf den Mann ein, bis dieser das Opfer los ließ, um dann der jungen Frau, mit vorgehaltenem Messer zu sagen, sie solle „die Fresse halten“. Das Opfer erlitt leichte Schnittverletzungen am Hals.Derweil nutzte der junge Mann die Chance die Polizei zu rufen, welche auch 5 Minuten nach dem Anruf erschien. Die Polizei schlichtete die Situation zunächst, nahm Personalien und die Aussagen auf und durchsuchte den Täter, ohne Erfolg. Während der Vernehmung des Täters, riefen die beiden Frauen der Gruppe „Scheiß Türke!“ und regten sich über die Situation auf. Als das Opfer eine Anzeige wegen des Vorfalls erstatten wollte, lehnte dies die Polizei mit der Begründung “ Es hätte keinen Sinn“ ab. Auch bei Anfrage des Opfers nach der Dienstnummer der Beamten lehnten diese wieder ab. Doch dieses unkooperative Verhalten der Polizei fand seinen Höhepunkt erst bei der Nachfrage des Opfers „Was denn nun wäre, wenn der Mann wieder auf ihn los gehen würde“: Das Opfer solle einfach nochmal anrufen, falls es wieder eskalieren solle.

Der Täter trug eine dunkle Londsdale Jacke, war ca. 20-25 Jahre alt, hatte rasierte Haare und war ca. 1,80 m groß.

Bei Hinweisen schreibt uns bitte eine Mail unter : schwarzerzucker[ät]riseup.net

Eine Analyse des Vorfalls folgt.

Was gibts Neues?

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Mobilisierung für den 1. September läuft auch Hochtouren- vermehrt tauchen in ganz Lünen Plakate und Graffitis auf die zu Gegenaktivitäten am 1. September aufrufen +++Indymediaartikel aufgetaucht:„Türkische Rechte im alten Dampf?“ +++Agnes-Miegel- und Karl- Wagenfeld- Str. werden am 1. Oktober offiziel umbenannt in Dohlenweg und Piepenbring-Straße +++Vier Neonazis der „Kameradschaft Aachener Land“ wegen versuchten Mordes in U-Haft – die KAL beteiligt sich auch an den “Aktionswochen” der Dortmunder Neonazis +++

Pressemitteilung: Umbenennung der Agnes- Miegel – Str. & Karl-Wagenfeld-Str.

Presse:

Rurnachichten vom 05.06.2012: „Neue Namen für zwei Lüner Straßen“

Lünen. Am 22.03.2012 beschloss der Lüner Rat mit 44 Stimmen zu 7, dass der Umbenennung der Agnes-Miegel-Str. und der Karl-Wagenfeld-Str. nun nichts mehr im Wege stehe. Beide Straßennamen hatten Monate zuvor, für Diskussionen gesorgt, aufgrund der beiden Namensgeber_innen und der Rolle im 3. Reich, die sie spielten. Sowohl Agnes Miegel, die eine bekennende Verehrerin Hitlers war, als auch Karl Wagenfeld, welcher als „Triebkraft der westfälischen Heimatbewegung“ galt und somit zugleich als Repräsentant fremdenfeindlicher und rassistischer Anschauungen, gehörten zu den unkritischen Befürwortern des Nationalsozialismus. Beide waren Journalisten und Autoren, die ihre Arbeit stets an die Propaganda des NS- Regimes anpassten. (mehr…)




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