Archiv der Kategorie 'Dortmund'

Gegen rechte Gewalt!

Fünf Menschen wurden seit dem Jahr 2001 in Dortmund von Neonazis ermordet. Zahlreiche schwere Übergriffe auf Migrant_innen und Nazigegner_innen, Anschläge auf Parteibüros und Wohnhäuser haben in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit auf das Dortmunder Naziproblem gelenkt.

Ende August 2012 war es dann so weit. Nach Jahren des Verharmlosens, Wegschauens und Ignorierens hat der staatliche Repressionsapparat zugeschlagen und den “Nationalen Widerstand Dortmund” (NWDO) verboten. Doch wer geglaubt hat, hier fände mehr statt als ein symbolischer Schlag gegen Nazistrukturen, sieht sich getäuscht. In den letzten Monaten haben die Dortmunder Neonazis ihre Struktur unter dem Dach der Partei “Die Rechte” wieder aufgebaut.

Auch über Dortmund hinaus standen im vergangenen Jahr Morde von Neonazis im Fokus der Öffentlichkeit. Seit Ende 2011 die Mordserie des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) aufgedeckt wurde, überschlagen sich Politiker_innen und Beamt_innen mit Lippenbekenntnissen zum Kampf gegen Rechts und der Aufklärung der Mordserie. Die Realität ist freilich eine andere. Akten werden vernichtet, Aussagen vor den Untersuchungsausschüssen verweigert, bei den Expert_innen aus Verfasschungsschutz und Polizei machen sich erstaunliche Gedächtnislücken breit. Der Apparat, der den NSU ermöglicht hat, verwischt seine Spuren vor den Augen der Öffentlichkeit.

Grund genug für uns erneut auf die Straße zu gehen. Am 30.03. wollen wir an Mehmet Kubasik, Thomas “Schmuddel” Schulz und alle anderen Opfer rechter Gewalt erinnern. Sämtliche Infos zur Demonstration findet ihr hier: http://dortmund.blogsport.de/

What´s up in Lünen?

Die „Freien Nationalen Aktivisten Lünen“ scheinen seit längerem sehr inaktiv, beschränkt sich ihre „politische Arbeit“ scheinbar nur noch darauf nachts Zettel mit komischem Inhalt in Briefkästen zu schmeißen um dann hinterher eine angeblich verteilte Auflage von rund 1500 Flyern zu feiern. Lüner Neonazis gehen scheinbar lieber ins Stadion oder angeln. Kann man aber tatsächlich sagen: “ Das Naziproblem“ hat sich so gut wie erledigt?“ Auf keinen Fall!

Die „Lebenszeichen“ der Neonazis sind nach wie vor eindeutig: Nazipropaganda in Form von Schmierereien, Aufklebern, Flugblättern u.s.w. nach wie vor allgegenwärtig. Auch ihre Kontakte in die z.B. Dortmunder Naziszene pflegen Andre und Co nach wie vor. Das „Kameradschaftsbündnis“ mit den Kamener Neonazis scheint hingegen im Sand zerlaufen zu sein. Bis auf ein paar Drohmails und sagen wir mal „Spamattacken“ ist vom „N.W.L.K.“ nichts mehr zu hören.

Doch warum scheint es trotzdem so als wären die Neonazis aus der Öffentlichkeit in Lünen verschwunden?

Vermutungen könnte man viele Aufstellen. So könnte, spätestens seit den erneuten Hausdurchsuchungen Lüner Neonazis mitte 2012 , die Luft raus sein. Aber eben mit diesen Vermutungen sollte man vorsichtig sein. Denn die Neonazis sind nach wie vor da. Nach wie vor äußerst gewaltbereit und nach wie vor, wenn auch nicht offensichtlich, aktiv. Fakten die das einst so groß angekündigte „Bündnis Lünen gegen Rechts“ wohl übersieht oder ignoriert, ist dieses nunmal scheinbar vollkommen, unserer Erwartung bestätigend, von der Bildfläche verschwunden. Außer den organisierten Neonazis in Lünen gibt es nicht zu vergessen auch lose Neonazis in Lünen, wie Pascal W., Sascha W. u.s.w. , die zwar unorganisiert scheinen, in ihrer Gewaltbereitschaft und ihrem Weltbild der FNAL aber in nichts nachstehen.

Als Fazit kann man zusammenfassen, dass sich Lüner Neonazis zwar scheinbar in einer Krise befinden, diese aber auch nur Schein sein könnte und das wir genau deshalb jedliche Naziaktivität beobachten werden und diesen nachgehen werden. Konsequent und entschlossen! Deshalb: Naziaktivitäten melden! Support your local Antifa.

Alerta!-Bündnis zum offenen Brief gegen Rechte Gewalt der Beratungsstelle Backup

via: Alerta-Bündnis

Anlässlich eines offenen Briefs der Beratungsstelle Backup veröffentlicht das NRW-weite Antifabündnis Alerta! folgende Stellungnahme:

Als antifaschistische Gruppen aus Dortmund und NRW sehen wir die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, Backup, als wichtigen Bestandteil im Kampf gegen die Neonazis. Die 116 Menschen, die im vergangenen Jahr die Dienste der Beratungsstelle in Anspruch nehmen mussten, unterstreichen die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. Der am Montag als “Offener Brief gegen die rechte Gewalt in NRW” von der Beratungsstelle Backup veröffentlichte Text enthält jedoch Passagen, die so nicht tragbar sind. In mehreren “Appellen” wendet sich Claudia Luzar, die wissenschaftliche Leiterin der Beratungsstelle, in dem Schreiben unter anderem an die Neonazis und ihre Gegner, aber auch an Politik, Behörden und Presse. Insbesondere die ersten beiden “Appelle” enthalten Aussagen, die unserer Ansicht nach im Gegensatz zu den Zielen einer unabhängigen, parteiischen Opferberatung stehen, die sich Backup auf die Fahnen schreibt. (mehr…)

Was gibts Neues?

hjlj

Mobilisierung für den 1. September läuft auch Hochtouren- vermehrt tauchen in ganz Lünen Plakate und Graffitis auf die zu Gegenaktivitäten am 1. September aufrufen +++Indymediaartikel aufgetaucht:„Türkische Rechte im alten Dampf?“ +++Agnes-Miegel- und Karl- Wagenfeld- Str. werden am 1. Oktober offiziel umbenannt in Dohlenweg und Piepenbring-Straße +++Vier Neonazis der „Kameradschaft Aachener Land“ wegen versuchten Mordes in U-Haft – die KAL beteiligt sich auch an den “Aktionswochen” der Dortmunder Neonazis +++

Aufruf zu Gegenaktivitäten am 1. September in Dortmund

Via: Altera

dontbeamaybe

Gegen den Naziaufmarsch am 1. September 2012 in Dortmund

Am 1. September 2012 wollen Hunderte Neonazis aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern in Dortmund aufmarschieren.
Anlass ist der von den Dortmunder Neonazis etablierte sogenannte „Nationale Antikriegstag“. Die Dortmunder Neonazis ignorieren den historischen Bezugspunkt dieses Gedenktages und versuchen ihn für ihre geschichtsrevisionistische und rassistische Propaganda öffentlichkeitswirksam zu nutzen, indem sie beispielsweise meinen, “ein Zeichen gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege” setzen zu wollen.
Seit Ende der fünfziger Jahre wird in Deutschland am 1. September traditionell der “Antikriegstag” oder “Weltfriedenstag” begangen, um an den Beginn des Zweiten Weltkriegs zu erinnern. Am 1. September 1939 griff die deutsche Wehrmacht Polen an und startete mit diesem Septemberfeldzug einen Vernichtungskrieg, der über 50 Millionen Menschen das Leben kostete. (mehr…)




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