Pressemitteilung: Umbenennung der Agnes- Miegel – Str. & Karl-Wagenfeld-Str.

Presse:

Rurnachichten vom 05.06.2012: „Neue Namen für zwei Lüner Straßen“

Lünen. Am 22.03.2012 beschloss der Lüner Rat mit 44 Stimmen zu 7, dass der Umbenennung der Agnes-Miegel-Str. und der Karl-Wagenfeld-Str. nun nichts mehr im Wege stehe. Beide Straßennamen hatten Monate zuvor, für Diskussionen gesorgt, aufgrund der beiden Namensgeber_innen und der Rolle im 3. Reich, die sie spielten. Sowohl Agnes Miegel, die eine bekennende Verehrerin Hitlers war, als auch Karl Wagenfeld, welcher als „Triebkraft der westfälischen Heimatbewegung“ galt und somit zugleich als Repräsentant fremdenfeindlicher und rassistischer Anschauungen, gehörten zu den unkritischen Befürwortern des Nationalsozialismus. Beide waren Journalisten und Autoren, die ihre Arbeit stets an die Propaganda des NS- Regimes anpassten.

Es wurde höchste Zeit diese Straßen umzubennen, boten diese Straßen doch eine unangebrachte Ehrung, bekennender Nationalsozialisten“, so Pressesprecherin Carla N. von „Schwarzer Zucker Lünen“. Auch in anderen Orten wie z.B. Schwerte, wurde die Agnes-Miegel-Straße längst, ganz zur Empörung lokaler Neonazis, zur „Kleinen Feldstraße“ umbenannt. Über die neuen Namen der Straßen, scheint sich der Lüner Stadtrat hingegen, aber noch uneinig zu sein, lässt der Beschluss doch langsam auf sich warten. So scheinen die betroffenden Anwohner_innen, beider Straßen, sich auch noch nicht so sicher zu sein, was sie von der Umbennenung der Straßen halten sollen, müsse man doch nun z.B. alle Papiere ändern lassen. Erleichterung darüber, dass man nun nicht mehr in Straßen wohnt, welche bekennende Nazis ehren, klingt anders.

Wir sollten lieber die Menschen ehren, die den Mut erbrachten, Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu leisten, und dabei sogar ihr Leben aufs Spiel setzten, als die, die der menschenverachtenden Ideologie Hitlers blind folgten und diese unterstützten“, so Carla N. weiter. „Eine Umbennung in die „Hans-Scholl-Straße“ und in die „Sophie-Scholl-Straße“ wäre daher nicht nur angebracht, sondern auch ein besonders symbolischer Akt.“ Hans- und Sophie Scholl gründeten im Juni 1942 die „Weiße Rose“, eine Widerstandsgruppe die mittels von z.B. Flugblättern zum Widerstand gegen das NS- Regime aufrief. Die Geschwister Scholl wurden am 18. Februar 1943 verhaftet und zum Tod durch das „Fallbeil“ verurteilt. Kurz darauf, am 22. Februar, wurde das Urteil vollstreckt. „Eine Ehrung dieser beiden Menschen ist deshalb weitaus richtiger, als die Ehrung von Angnes Miegel und Karl Wagenfeld!





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