Zum Begriff der Toleranz

Die bürgerliche Forderung nach mehr Toleranz in unserer Gesellschaft, ist die Forderung eines demokratischen Grundsatzes, welcher längst Stützpfeiler der demokratischen Verfassung ist. Z.B. beruht der Artikel der Meinungsfreiheit auf der demokratischen Toleranz der freien Meinungsäußerung. Mensch solle diese Menschen, Menschen, die „anders sind akzeptieren/ tolerieren. Das Bürgertum glaubt der Begriff der Toleranz sei positiv und somit erstrebenswert. Doch Toleranz bedeutet nicht zwangsläufig, z.B. antirassistisch du denken und oder zu handeln. Doch was bedeutet der Begriff der Toleranz überhaupt? Wenn man sich die Wortdefinition bei Wikipedia einmal anschaut liest mensch folgendes:

Toleranz, auch Duldsamkeit,[1] ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.[2] Gemeint ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung unterschiedlicher Individuen.[3]“ (Quelle)

Wenn man sich diese Wortdefinition einmal genauer anschaut erkennt man schnell, Toleranz bedeutet die Duldung fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Toleranz geht also von einer herrschenden Normalität aus in der ich mich als Mensch befinde. Sollte etwas dieser „Normalität“ nicht entsprechen ist es fremd, ergo Toleranz impliziert eine Normalität, in der Abweichungen als fremd gelten. Die meisten Menschen assoziieren mit dem Begriff „fremd“ negative Dinge. So wird uns von klein auf eingetrichtert, wir sollen nicht mit fremden Menschen reden und uns von diesen fernhalten, was ja in erster Linie erstmal gar nicht falsch ist, wenn es z.B. um körperliche Unversehrtheit von z.B. Kindern geht. Doch ensteht so gleichzeitig auch das Denken, fremde Dinge seien in jeder Art und Weise schlecht und schaden uns. Es ensteht also automatisch ein Mechanismus, in dem wir fremden Dingen aus dem Weg gehen oder sie sogar achten.

Der Begriff Toleranz enspringt dem demokratischen Bürgertum und nationalem Denken, in dem Toleranz für ein friedliches demokratisches Miteinander eine Große Rolle spielt. Mensch erkennt dass der Begriff Toleranz grundsätzlich dann benutzt wird, wenn es darum geht, Dinge die z.B. nicht der deutschen Kultur entsprechen, also anders sind, zu akzeptieren also zu dulden. Dieser Zustand geht davon aus, dass es einen „bürgerlichen Normalzustand“ gäbe, welcher sich aus z.B. deutscher Kultur und anderen innerländlichen Faktoren zusammensetzt. D.h. automatisch ich nehme z.B. Menschen anderer Kultur nicht bloß als Menschen war, wie du und ich, sondern als Menschen die fremd sind und der bürgerlichen Normalität in meinem Kopf nicht entsprechen. Toleranz geht also von einer Grenze aus, bei der wir ein Überschreiten lediglich dulden aber nicht als Normalität bezeichnen. Sei dies nun eine staatliche Grenze, eine kulturelle Grenze oder sonst eine andere Grenze. Fakt ist Grenzen werden errichtet, um Schutz und Ausgrenzung zu betreiben, vor Menschen die ich einfach nicht in meinem Umfeld haben möchte, es sei denn ich kann einen Nutzen aus ihnen ziehen z.B. indem ich Facharbeiter aus dem Ausland hole. Dieser Gedankengang impliziert ein Schubladendenken, in welchem ich Menschen je nach Herkunft, Religion, Aussehen u.s.w. beurteile und einordne. Wir bemerken also, dass das tolerante Zusammenleben, nicht bedeutet, ohne Rassismus, Sexismus oder sonstige Ausgrenzung zu leben, sondern, dass Toleranz sogar einen Ausgrenzungsmechanismus schafft und diesen zur bürgerlichen Normalität macht.

Intoleranz der Toleranz. Für eine befreite Gesellschaft!





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