Archiv für Dezember 2010

Solidarität mit den Opfern rechter Übergriffe

…aus diesem Grund fand am 18.12. eine Demonstration in der Dortmunder Innenstadt statt.

Nach dem brutalen Naziangriff auf die Hirsch-Q vor einer Woche fanden sich daher viele AntifaschistInnen und Interessierte in Dortmund ein und demonstrierten gegen Naziangriffe und für Linke Freiräume. Mit musikalischer Untermalung und informativen Reden und Durchsagen durch den Lautsprecherwagen war es eine angenehme und erfolgreiche Demo. Viele Passanten blieben stehen und holten sich Infos zum Thema.

Außerdem war diese Demo auch eine Erinnerung an jemanden, der bereits vor 5 Jahren durch Nazihand (Sven K.) ums Leben kam: Thomas „Schmuddel“ Schulz.


Quelle: Ruhr Nachrichten

Auf Aktion folgt Reaktion

Wie bereits veröffentlicht, wurde am 12. Dezember die Hirsch-Q angegriffen ( siehe Artikel unten ). Die Nazis versuchten die Gäste der Kneipe schwer zu verletzen, so stachen sie mit Messern auf diese ein und schlugen mit Barhockern bereits Verletzte. Auch wurde von Reizgas und Pfefferspray Gebrauch gemacht. Noch am selben Nachmittag fand eine Protestaktion statt, die durch die Dortmunder Innenstadt führte.

Diese spontane Demonstration, zu der sich über 100 AntifaschistInnen gemeinsam trafen, verlief über den Dortmunder Weihnachtsmarkt, wo der Demo eindeutig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Während einer kurzen Kundgebung, zu der auch Flyer an die PassantInnen verteilt wurden, wurden die AntifaschistInnen von einem Nazi, der sich zu dem Zeitpunkt auf dem Weihnachtsmarkt aufhielt, mit einem Hocker angegriffen. Dieser Nazi trug, nach Zeugenberichten, eine „Thor Steinar“ Jacke (Thor Steinar ist eine Bekleidungsmarke, die in eindeutig rechten Kadern getragen wird. Kleidung dieser Marke sind Erkennungsmerkmal der neonazistischen Szene.) und konnte wohl auch „ganz gut austeilen“. Jedoch bekam er auch genügend Resonanz von Seiten der AntifaschistInnen.

Leider befanden sich an diesem öffentlichen Ort, dem Weihnachtsmarkt, zu dem Zeitpunkt der Auseinandersetzung auch Eltern mit ihren Kindern, die das ganze mit ansehen mussten. An dieser Stelle möchten wir sagen, dass es keineswegs beabsichtigt gewesen ist, die aussenstehende Bevölkerung zu verängstigen. Es erfolgte lediglich Reaktion auf den Angriff des Nazis. Sollten hierbei Kinder erschreckt worden sein, tut es mit Sicherheit jedem/ jeder Antifaschisten/ Antifaschistin Leid.

Kurz nach dieser Auseinandersetzung löste sich die Demo auch auf, woraufhin aber noch etwa 20 Personenkontrollen mit anschließendem Stadtverbot/ Platzverweis etc. folgten.

für weitere Informationen: AJD

Erneuter brutaler Angriff auf Hirsch-Q

In den frühen Morgenstunden des 12. Dezember 2010 griffen 10-20 der Skinheadfront Dortmund-Dorstfeld angehörigen Nazis, erkennbar an ihren Jacken mit eindeutigem Emblem, die alternative Kneipe Hirsch-Q in der Dortmunder Innenstadt an und verletzten mehrere Menschen z.T. schwer. Etwa 3 dieser Verletzten mussten noch an diesem Morgen stationär aufgenommen und behandelt werden. Die Angreifer verschanzten sich z.T. auch in der Kneipe selbst, so gingen mitunter auch Scheiben etc. zu Bruch. Nach etwa 3 Minuten trafen Polizei und Krankenwagen ein, die Angreifer entfernten sich schnellstmöglich vom Tatort. Einer der Nazis konnte vorerst von der Polizei festgenommen werden. Später wurden noch 11 weitere FaschistInnen festgenommen, unter ihnen Sven Kahlin, den Mörder des Punks Thomas „Schmuddel“ Schulz.


Quelle: Antifaschistische Jugend Dortmund; siehe auch dort Artikel zum Überfall

Wie soll es nun weitergehen?
Dieser Anschlag auf die Hirsch-Q war nicht der erste. Und wenn sich nichts tut, wird er auch leider nicht der letzte bleiben.
Daher muss sich etwas ändern. Nazis dürfen nicht das Gefühl bekommen, sie hätten ihre Homezone, in der sie tun und lassen können was sie wollen!

Haltet die Augen offen und meldet Naziaktivitäten!




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