Hinaus, hinaus!


Am 15.3.2011 findet der 15. internationale Tag gegen Polizeigewalt statt.

Wir wollen nun zum zweiten Mal, und nicht nur spontan, in Dortmund demonstrieren, um polizeiliche Repression aufzuzeigen, zu kritisieren und gegen diese zu agieren.
Die brutalen Bilder von Stuttgart 21 oder dem Castortransport geben ganz aktuell Anlass dazu.

Warum nutzt der Staat das Mittel der polizeilichen Brutalität?

Die Polizei stellt einen Teil des Gewaltmonopols „Staat“.
Wer die vom Staat gewährten Freiheiten überschreitet und damit dessen Gewaltmonopol angreift, gerät mit diesem in Konflikt. Um jenen beizulegen, greift der Staat auf eine ausführende Gewalt zurück, die dann notfalls mit aller Härte zum Einsatz kommt.

Gewalt durch Polizisten, unter der besonders Antifaschist_Innen, Globalisierungsgegner_Innen, aber auch Fußballfans, Bürgerinitiativen, Jugendliche und soziale Randgruppen zu leiden haben zeigt sich in vielen Varianten. Von Gewaltandrohungen, Schlägen mit Faust oder Schlagstock, Fußtritten, Reizgas, Wasserwerfern oder Folter beim Verhör oder in der Zelle wird regelmäßig Gebrauch gemacht.
International sehen diese Mittel noch schlimmer aus – es wird scharf geschossen. Wir gedenken dem 22-jährigen G8-Gegner Carlo Giuliani, auf dessen Erschießung im Jahr 2001 in Italien Polizisten und Politiker mit Sekt anstoßen.
Wir gedenken Alexandros Grigoropoulos, dem 15-jährigen Anarchisten der 2008 in Athen erschossen wurde und dessen Tod riesige Proteste und Ausschreitungen zu Folge hatte.
Wir gedenken allen Menschen, die im Glauben an eine bessere Welt von der Exekutive einer Regierung ermordet wurden.

Gesetze, die der Staat in seinem eigenen Interesse durchsetzt, stehen nicht selten im Konflikt zu unseren eigenen Interessen. Stuttgart 21 ist nur ein Beispiel von vielen. Zwar erregte dieser Vorfall in Presse und Medien enormes Aufsehen, doch stellt ein solcher Vorfall keinesfalls einen Ausnahmefall da.
Die radikale Linke sieht sich seit jeher genau den gleichen Mitteln der polizeilichen Repression ausgesetzt. So sind es in Stuttgart Kapitalinteressen, vom Standortanreiz geschaffen, die darauf bestehen, den Bau des Bahnhofs möglichst störungsfrei zu vollziehen. Stellt sich dem jemand in den Weg, agiert der Exekutivkörper notfalls mit allen Mitteln.

Das angewandte Prinzip bleibt stets: Wer dem bestehenden Rechtsstaat in die Quere kommt, erfährt die staatliche Gewalt am eigenen Leib.

Mit der Demonstration wollen wir hier und überall auf die vorliegenden Verhältnisse aufmerksam machen und uns mit den Opfern von staatlicher Repression solidarisieren.

Der Komplette Aufruf

| 15.03.2011 | Dortmund Hauptbahnhof | 17:30 | | Gegen Staat, Repression und Polizeigewalt |

Quelle: Antifaschistische Jugend Dortmund





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