Archiv für November 2010

Eier für die NPD!

Am Samstag dem 27. November 2010 fanden sich auf dem Katernberger Marktplatz in Essen hunderte Menschen ein, um gegen die von der NPD angekündigte neofaschistische Kundgebung zu demonstrieren. Mitglieder der NPD fanden sich daher am Rande des Katernbergers Marktplatzes ein, bauten einen jämmerlichen kleinen Plastikstand auf, hielten Plakate und einige wenige Transparente hoch und kassierten über 60 Hühnereier, Klasse 2. Neben den Eiern hagelte es auch harte Kritik, Menschen, egal ob Anwohner oder Demonstranten Innen, sparten weder an Stimme, noch an Lust, in der Kälte zu stehen. Auch Kinder und ältere Menschen zog es zu dieser Gegenkundgebung.

Natürlich war auch die Polizei mal wieder sehr präsent und war bemüht mit aller Gewalt und aufgehetzten Hunden „Ausschreitungen“ zu verhindern. Obwohl der Protest friedlich verlief, hatte die Polizei anscheinend den Drang, in ihren Augen, potenzielle „Gewalttäter“ dem Gegenprotest zu entziehen und erlaubte sich daher das regelmäßige willkürliche Aussortieren von Gegendemonstranten, wobei ausschließlich die Polizei mit Gewalt vorging. Es wurden Demonstranten verhaftet und die ein oder andere Verletzung blieb dabei auch nicht aus. Auch das Bürgerzentrum, dass sich direkt am Marktplatz befindet, blieb nicht verschont und wurde kurzerhand von der Polizei gestürmt. Einen Grund dafür nannte die Polizei nicht.


Quelle: www.derwesten.de

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Quelle: www.derwesten.de

Man kann sagen, dass die Gegenkundgebung ihren Zweck erfüllt hat. Man konnte sehen, dass es auch noch Menschen gibt, denen es nicht egal ist, wenn neofaschistische „Parteien“ aufmarschieren und versuchen ihren Propagandamüll kund zugeben.Aber wir heißen es nicht gut wenn Menschen durch die Polizei zu schaden kommen.

Daher rufen wir nochmals zur Antirepressionsdemo am 15. März auf um zu zeigen, dass der Staat mittels Gewaltmonopol die Stimme des Widerstands nicht ersticken kann!

Hinaus, hinaus!


Am 15.3.2011 findet der 15. internationale Tag gegen Polizeigewalt statt.

Wir wollen nun zum zweiten Mal, und nicht nur spontan, in Dortmund demonstrieren, um polizeiliche Repression aufzuzeigen, zu kritisieren und gegen diese zu agieren.
Die brutalen Bilder von Stuttgart 21 oder dem Castortransport geben ganz aktuell Anlass dazu.

Warum nutzt der Staat das Mittel der polizeilichen Brutalität?

Die Polizei stellt einen Teil des Gewaltmonopols „Staat“.
Wer die vom Staat gewährten Freiheiten überschreitet und damit dessen Gewaltmonopol angreift, gerät mit diesem in Konflikt. Um jenen beizulegen, greift der Staat auf eine ausführende Gewalt zurück, die dann notfalls mit aller Härte zum Einsatz kommt.

Gewalt durch Polizisten, unter der besonders Antifaschist_Innen, Globalisierungsgegner_Innen, aber auch Fußballfans, Bürgerinitiativen, Jugendliche und soziale Randgruppen zu leiden haben zeigt sich in vielen Varianten. Von Gewaltandrohungen, Schlägen mit Faust oder Schlagstock, Fußtritten, Reizgas, Wasserwerfern oder Folter beim Verhör oder in der Zelle wird regelmäßig Gebrauch gemacht.
International sehen diese Mittel noch schlimmer aus – es wird scharf geschossen. Wir gedenken dem 22-jährigen G8-Gegner Carlo Giuliani, auf dessen Erschießung im Jahr 2001 in Italien Polizisten und Politiker mit Sekt anstoßen.
Wir gedenken Alexandros Grigoropoulos, dem 15-jährigen Anarchisten der 2008 in Athen erschossen wurde und dessen Tod riesige Proteste und Ausschreitungen zu Folge hatte.
Wir gedenken allen Menschen, die im Glauben an eine bessere Welt von der Exekutive einer Regierung ermordet wurden.

Gesetze, die der Staat in seinem eigenen Interesse durchsetzt, stehen nicht selten im Konflikt zu unseren eigenen Interessen. Stuttgart 21 ist nur ein Beispiel von vielen. Zwar erregte dieser Vorfall in Presse und Medien enormes Aufsehen, doch stellt ein solcher Vorfall keinesfalls einen Ausnahmefall da.
Die radikale Linke sieht sich seit jeher genau den gleichen Mitteln der polizeilichen Repression ausgesetzt. So sind es in Stuttgart Kapitalinteressen, vom Standortanreiz geschaffen, die darauf bestehen, den Bau des Bahnhofs möglichst störungsfrei zu vollziehen. Stellt sich dem jemand in den Weg, agiert der Exekutivkörper notfalls mit allen Mitteln.

Das angewandte Prinzip bleibt stets: Wer dem bestehenden Rechtsstaat in die Quere kommt, erfährt die staatliche Gewalt am eigenen Leib.

Mit der Demonstration wollen wir hier und überall auf die vorliegenden Verhältnisse aufmerksam machen und uns mit den Opfern von staatlicher Repression solidarisieren.

Der Komplette Aufruf

| 15.03.2011 | Dortmund Hauptbahnhof | 17:30 | | Gegen Staat, Repression und Polizeigewalt |

Quelle: Antifaschistische Jugend Dortmund




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