Vergangenheit wird Gegenwart

In der Nacht zum 7.April 2010 haben bislang Unbekannte (Rechtsradikale) Hakenkreuze und die Aufschrift „F.N.A.L“ (wir berichteten bereits, dass dies Freie Nationale Aktivisten Lünen bedeutet und diese Gruppierung als eindeutig rechts gesinnt gilt) auf und neben das Judendenkmal an der Lippebrücke mit roter Sprühfarbe geschmiert und somit aufs niederträchtigste verschandelt und das brutale Kapitel Nationalsozialismus und die Reichspogromnacht im Jahre 1938 in lebhafte Erinnerung gerufen. Auch der Rest der Innenstadt zeigt Spuren der Schmierer.

Doch wieso das ganze Spektakel? Genügt es nicht, dass damals Menschen (ja, auch Lüner!) auf schreckliche Art und Weise gehetzt, verfolgt und schließlich in den Tod getrieben und getötet worden sind? Muss man das Ganze auch noch verballhornen und beschmutzen, das Andenken dieser Menschen beleidigen?
Wir befinden diese Aktion als eindeutig menschenverachtend und rassistisch, da eine Gruppierung persönlich angegriffen worden ist. Außerdem hoffen wir, dass das nicht der Startschuss zu einer Ära ist, in der Rassismus zum Alltag gehört, obwohl man mittlerweile fast der Meinung ist, es könnte durchaus schon der Fall sein.

..dieses Bild zeigt das Judenmahnmal an der Lippebrücke, nachdem es gereinigt wurde. Auf dem Mahnmal selbst waren vor der Reinigung noch 2 Hakenkreuze. Bildquelle: Lüner Anzeiger





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